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Wir haben die Nordinsel zwei Wochen mit einem Mietwagen bereist.
Es würde jedoch den Rahmen eines Blogs sprengen, wenn wir nun all unsere Eindrücke auch beschreiben möchten. Daher beschränken wir uns darauf, ein paar Gegebenheiten, die für uns unvergesslich bleiben, zu erwähnen und haben dafür zahlreiche Fotos angefügt.

Die Natur:
Die Pohutukawa-Bäume erblühen zu Weihnachten in ganz Neuseeland und überall, selbst in Wäldern, leuchten diese roten Blüten uns entgegen.
Geranien, Petunien, Agapanthus, Ginster, Engelstrompeten und vieles mehr wächst hier in freier Natur zu Hauff, was wir in der Schweiz teuer als Topfpflanze kaufen.
Die seit einer Woche überall blühenden Palisanderholzbäume in violett suchen seinesgleichen und die sanften grünen Hügel erinnern uns sehr ans Emmental 😉

AirBnB:
Wir hatten tolle Übernachtungslocations. Manchmal winzig aber genügend gross zum Schlafen in Whangarei (man wird ja bescheiden, wenn man auf dem Segelschiff lebt), dann wieder luxuriös im zweigeschossigen Haus mit riesigem Bett (Rotorua), mal zentral in der City im 16. Stockwerk (Auckland) und mal in ruhiger Einsamkeit jedoch in zehn Minuten am perfekten Sandstrand (Piha).
Die Wohnungsschlüssel, welche mithilfe eines Zahlencodes aus einem Kästchen entnommen werden konnten oder auch mal im eckigen Blumentopf unter der bläulichen Muschel zu finden waren, liess uns und den Eigentümern jegliche Freiheit zu kommen und gehen wann man wollte. Perfekt!

Auckland:
Tolle Stadt! Vom Hochhaus bis zur Herrschaftsvilla, vom Shoppingcenter bis zum Krämer um die Ecke war alles vertreten. Hier haben wir uns mit 1200 Nespresso-Kapseln für die nächste Saison eingedeckt 😊
Dass wir dank Josh die Gelegenheit hatten unseren Segelmacher des Vertrauens besichtigen zu können war sehr informativ und beeindruckend. Thank you very much, Josh!

Der Kiwi:
Kiwis sind flugunfähige, nachtaktive Vögel, welche in den Wäldern Neuseelands leben. Somit war schnell klar, dass die Bordfrau kaum nachts in einen Wald gehen würde und daher auch keine Chance bestand, einen Kiwi in freier Wildbahn sehen zu können.
Allerdings gibt es im Zoo von Auckland ein Kiwi-Haus, welches am Tag stockdunkel ist. Um 13:00 Uhr werden die Kiwis mit Leckereien nahe an die Glasscheiben gelockt, welche die Besucher von den scheuen Tieren trennt. So hatten wir die Gelegenheit, einen Kiwi aus nächster Nähe zu bewundern. Fotos in der Dunkelheit zu machen war natürlich mit der Handykamera schwierig und daher ist das Foto in der Galerie eher dürftig ausgefallen 😉

Redwoods-Forest in Whakarewarewa:
Über einen 700m langen Treewalk in bis zu 20m Höhe gab es ein Naturerlebnis aus der Vogelperspektive. Die 27 Plattformen versorgten uns mit vielen Infos zum Redwood-Baum und den Riesen-Farn-Bäumen, während wir uns dazwischen mehr (Skipper) oder weniger (Bordfrau) elegant über die bis zu 100m langen Hängebrücken vorwärtsbewegten.
Wie in einer anderen Welt wähnten wir uns beim anschliessenden Spaziergang, als wir unter den kerzengerade in den Himmel ragenden Baumriesen des Redwoods Forest liefen.

Wai-O-Tapu:
Ganz zuoberst auf unserer Must-Do-Liste der Sehenswürdigkeiten lag diese geothermische Stätte. Dies ist kein Vulkan, sondern ein Ort, an dem dampfendes heisses Wasser, Schwefelgerüche und verschiedene Salze aus dem Inneren der Erde auftauchen.
Atemberaubend (nicht wegen des Geruches😉), eindrücklich und märchenhaft was uns da geboten wurde. Allem voran der Champagne-Pool (Titelfoto)

Der Strand von Piha:
In Piha sind wir eher zufällig gelandet, da wir für den Rückweg nach Opua noch einen Zwischenhalt suchten. So kam es, dass wir ganz überraschend ein Haus mit Blick auf den Strand und das Meer von einer herrlichen Terrasse aus genossen und zugleich die zahlreichen Eindrücke der Reise auch etwas verarbeiten konnten.

Unser Fazit der Reise:
Worte können die Schönheit Neuseelands nicht genügend beschreiben, man muss es selber sehen und erleben. Wir sind uns einig, sollten wir mal der Schweiz den Rücken kehren müssen, wir würden nach Neuseeland auswandern 😊

Nun wird es langsam Zeit die Koffer erneut zu packen, damit wir am 26. Dezember den Flieger in die Schweiz besteigen können. Wir freuen uns unglaublich darauf, vom 27. Dezember bis zum 23. Februar unsere Kinder, Enkelkinder, Verwandte und Freunde wieder zu sehen.

In diesem Sinne wünschen wir Euch allen eine friedliche Weihnachten und einen guten Rutsch ins 2020

Bordfrau Gaby und Skipper Markus