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Nein, das ist kein Schreibfehler, es sind auch nicht zu viele Nullen und die Bordfrau hat weder einen Sonnenstich noch hat sie zu tief ins Sundowner-Glas geschaut 😉 Möglich, dass es nur 699 oder vielleicht auch 705 Haie sind. Der Skipper hat sie nicht nachgezählt. Die Einheimischen sprechen jedoch von 700 Haien. Dank Sensoren, welche im gesamten Pass verteilt sind und Langzeitbeobachtungen wurde diese Anzahl eruiert. Alle die dort hinuntergetaucht sind, sprechen zumindest davon, dass sie hunderte von Haien gesehen haben.

Wer nun die Zeit und die lange Anreise auf sich nehmen kann, der wird sich im Südpass des Fakarava-Atolls also mit einer enormen Anzahl Grauriffhaie zusammen im Wasser tummeln können. Nun ist das ja nicht jedermanns Sache und die der Bordfrau schon gar nicht (nicht mal schnorchelnd war sie dazu zu bewegen ins Wasser zu gehen). Der Skipper jedoch begab sich gleich an zwei Tagen hintereinander zusammen mit Carla (ARI B), Bill (MI’RAJ), Frances und Bob (ALIA VITA) zusammen auf ca. 20 Meter hinunter in eine kleine Nische, von wo aus sie dann gemütlich kniend die Haie an sich vorbeiziehen lassen konnten. Den überaus glücklichen Gesichter der Tauchenden war zu entnehmen, dass es grossartig gewesen sein muss. Die Bordfrau litt allerdings nur schon beim Anschauen des GoPro-Filmes unter Schnappatmung. Für Alle die den Atemtest auch durchführen möchten, hier ist der Klick mich zum Film, welcher auch Aufnahmen von Korallen, Riesenmuscheln und weiteren Unterwassergeschöpfen enthält, sowie den Tanz der Riesenmantas in den Marquesas.

Da der Ankerplatz gleich neben dem Südpass durch richtig eklige Wellen sehr unruhig war, entschieden wir alle, dass wir uns in die südöstliche Ecke nach Hirifa verschieben würden. Dort kann man sehr gut kiten wer das mag. Der Skipper entschied sich (altershalber😉) gegen das Kiten was von der Bordfrau nur unterstützt werden kann. Kiten ist schliesslich nicht ganz ungefährlich. Dafür gönnten wir uns dort abends am Strand noch ein Abschiedsessen im Restaurant mit den Schiffcrews, die uns einen Monat lang durch die Tuamotus begleitet haben. Einige sind inzwischen schon weitergezogen und mindestens die Hälfte bleibt für eine weitere Saison in Französisch Polynesien. Für KISU wird es jetzt auch langsam Zeit nach Tahiti zu kommen (nicht nur wegen dem WIFI, um die Fotos zu den Blogs hochzuladen), wir hatten noch genau drei Dosen Bier und eine Flasche Wein an Bord. So fuhren wir im Fakarava-Atoll den perfekt markierten Channel durch die Lagune hoch zum Nordpass wo wir gratis zwei Tage und Nächte mal wieder an einer Mooringboje vor dem Dorf Rotoava lagen und beim Yacht Service unsere Gasflaschen auffüllen konnten. Das Fakarava-Atoll gab für uns ausser den spektakulären Tauchgängen mit den Haien nicht viel mehr her. Daher fiel für uns der Abschied aus den Tuamotus etwas leichter als der Abschied von den liebgewonnenen Schiffen. Aber wer weiss, man trifft sich immer zweimal 😊 Unseren Segelfreunden allzeit gute Fahrt, immer eine handbreite Wasser unter dem Kiel und fair winds!

Fazit Tuamotus: Jederzeit wieder! Muss man gesehen haben! Echtes Südseefeeling!
Jedes der von uns besuchten vier Atolle (Raroia, Makemo, Tahanea und Fakarava) hat herrliche Schnorchelplätze mit oft gleichen aber auch teilweise eigenen Korallen- und Fischarten. Mal mehr mal weniger, aber immer sehenswert! Die Landspaziergänge auf den Korallenriffen – traumhaft und unvergleichlich. Die Menschen – liebenswerte, aufgestellte Leutchen, die ständig lächeln und grüssen.
Die Bordfrau hat hier wirklich ihren Südseetraum erfüllt bekommen. Da fällt ‘Ia Orana’ (Hallo) sagen ganz leicht, aber ‘Nana’ (Tschüss) sehr schwer!

Gaby