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Mo 29.04. bis Fr. 03.05. (Mittags)

Fehlerkorrektur: Nach der Äquatorüberquerung am Dienstag 23.04. sind wir auf der Südseite der Erde. Die Positionsangaben der letzten zwei Blogs waren falsch. Anstelle N (Nord) hätte es S (Süd) heissen sollen. Allen besten Dank die uns auf diesen Fehler hingewiesen haben.

Der Wind ist jetzt konstant zwischen 12 – 20 Knoten. Windrichtung unverändert. Das heisst leichte Schräglage und die Wellen auf die Seite, so dass wir laufend hin und her schwanken. Wir fahren mit stark reduzierter Segelfläche. Diesmal gilt Komfort und Materialschonen vor Speed. Werden deshalb 1-2 Tage später ankommen als möglich.

Am 13. Tag hatten wir unseren ersten, nennenswerten Defekt. Wie letztes Mal beschrieben, schmeisst der Skipper ab und an eine volle Pfanne hinter den Herd, nämlich über das elektrische Backofen- / Steamer- / Crisp- / Grill- / Mikrowellenkombigerät (Skippers Lieblingshaushaltgerät). Der Probelauf am Morgen über 5 Minuten war erfolgreich. Deshalb hat die Bordfrau den Teig für zwei Brote geknetet. Nach fünf Minuten im Backofen flog die Sicherung raus und eine Rauchwolke steigt aus den Entlüftungsschlitzen. Dass heisse 30 kg Ding muss nun ausgebaut werden. Zuerst muss aber der Gaskochherd weg. Die Platzsituation ist wie bekannt sehr eng (diesmal hat die Bordfrau eine Verletzung am Fuss, dort wo der Skipper das Gerät hingestellt hat). Der Skipper zerlegt den Backofen liegend auf dem Salonboden, entfernt die restlichen, verschmorten Nudeln und startet einen erfolgreichen 10 Minuten Probelauf. Sofort die Brote wieder rein, die in der Zwischenzeit eine stattliche Grösse angenommen haben. Erfolgreich konnten die Brote gebacken und das Gerät anschliessend wieder eingebaut werden.

Am Donnerstag, dem 15. Tag unserer Reise feierten wir das Bergfest, die Halbzeit unserer Reise. Der Skipper zauberte ein feines Schweinsfilet aus der Pfanne und servierte eine (halbe) Flasche feinen Bordeaux.

Der Bordalltag auf KISU ist aufgeteilt in eine Tages- und eine Nachtphase, diesmal widmen wir uns dem Tag. Spätestens um 07.00 Uhr ist auch der Skipper auf, und startet die Kurzwelle (SSB) um die neusten Wetterdaten und E-Mails der Mitsegler runter zu laden und zu beantworten. Dies kann je nach Wetter und Empfangssituation bis zu einer Stunde dauern. Das Frühstück macht die Crew gemeinsam, den anschliessenden Abwasch die Bordfrau. Nach der Körperpflege presst der Skipper die Dosen und Büchsen vom Vortag, die Bordfrau schnipselt den Abfall. Nach zwei Wochen unterwegs haben wir den ersten 35 Liter Kehrichtsack noch nicht voll! Dann ist es Zeit, dass der Skipper einen Köder an die Angelschnur hängt. Täglich steht ein Fitnessprogramm auf dem Plan, welches die Bordfrau konsequent einhält. Das Grosssegel wird in der Höhe verstellt, so dass die Leinen nicht immer an den gleichen Stellen schamfielen. Alle 4 Tage läuft der Watermaker für 2-3 Stunden (macht aus Salzwasser Frischwasser). Alle 6 Tage werden zwei Brote gebacken. Auch alle 4 Tage wird der Blog vom Skipper geschrieben, die Bordfrau redigiert.
Tagsüber lesen wir, lösen SUDOKU, oder dösen eine Runde.
Um vier Uhr gibt es den vorgezogenen Sundowner (Bier oder «KISU-Spezial»). Um fünf Uhr holt der Skipper den Köder rein, ruft E-Mails ab, kocht. Nach dem Nachtessen und Kaffee beginnt bereits die Nachtphase (siehe letzten Blog)

Our position 03.05.2019 12.00 UTC (WPS84)
05°20.000 S / 107°30.000 W

Distance travelled      approx 2070 nm
To go (Hiva Oa) approx 1930 nm
ETA (Estimate arrival date)     15. Mai 2019

Markus