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Mit nur fünf Stunden Verspätung, also um 23:00 Ortszeit, trafen Kurt (mit seinen beiden Hartschalenkoffern) und Noël (mit Reisetasche und Rucksack) auf Martinique ein. Der Skipper hatte in scheinbar weiser Voraussicht einen Hausfrauenpanzer beim Autoverleih unseres Vertrauens gemietet und somit war der Transport der Hartschalenkoffern kein Problem. Eine kleine Herausforderung war es allerdings die kommenden 14 Tage den grösseren der Koffer auf KISU zu verstauen. Ein kleiner Tipp an alle zukünftigen Segler, welche es noch nicht gehört haben sollten: aus Platzspargründen ist eine Reisetasche immer zu bevorzugen 😉 Aber Kurt und Noël brachten uns dafür viele tolle Sachen aus der Schweiz mit, so dass die Bordfrau mit dem einen oder anderen angeschlagenen Zehen gut leben konnte, wenn sie mal wieder über den Koffer neben dem Tisch im Salon stolperte. Andererseits wurde Kurt natürlich nun zwei Wochen lang von uns mit seiner Kofferwahl aufgezogen, was sich zu einem Running-Gag auf KISU entwickelte.
Überhaupt hatten wir die ganze Zeit über sehr viel zu lachen, einen Haufen Spass und haben uns hervorragend miteinander vertragen. Wir haben kulinarisch nur vom Feinsten genossen, die eine oder andere Flasche Rum, Wein oder Champagner vernichtet und auch der Biervorrat konnte dezimiert werden.

Leider war das Wetter ziemlich launisch mit zu viel Wind und Welle sowie immer wieder Regenschauern. Statt dass wir vielleicht auf die Insel St. Lucia hinübergekonnt hätten oder bis St. Pierre hinauf in den Norden von Martinique, bewegten wir uns nur zwischen Le Marin und Fort de France.
Aber ob wir uns nun in Saint-Anne und der schönen Salines-Bucht aufhielten, oder in der Les Anses d’Arlet wo es zum Schnorcheln ging (die Grande Anse d’Arlet haben wir zu Fuss erobert da unser Anker dort auch nach dem 10-ten(!!) Versuch partout nicht halten wollte), oder in der Anse Mitan wo wir Silvester gefeiert haben in dem hübschen Dörfchen mit dem anspruchsvollen Natur-Dinghy-Steg (der Skipper machte beim Austeigen aus dem Dinghy eine sehr nasse Erfahrung, die ihn zurück auf KISU zwang Zwecks anziehen von trockener Kleidung) sowie zu guter Letzt der Ankerplatz vor Fort de France direkt unterhalb des Fort St. Louis: wir haben jeden Aufenthalt genossen.

Auch wenn der Skipper wegen Problemen mit dem Energiehaushalt mal nicht von KISU runter konnte (die Balmar Hochleistungslichtmaschine hat genau jetzt ihren Dienst quittiert und musste gegen die gebrauchte, schwächere Yanmar zurück getauscht werden) oder die Bordfrau die Plastikfenster der Sprayhood notfallmässig nachnähen musste weil die karibische Sonne den Faden schlicht pulverisiert hatte, so haben sich Kurt und Noël einfach Garçon4KISU geschnappt und haben auf eigene Faust die nähere Umgebung erforscht. Recht so!

Viel zu schnell gingen die beiden Wochen vorbei und kaum hatten wir uns zu viert so richtig schön auf KISU eingerichtet, hiess es schon wieder die Hartschalenkoffer ins Dinghy einladen, ans Ufer in Fort de France zu fahren und Abschied zu nehmen.
Der Skipper und die Bordfrau bedanken sich bei dir Kurt und Noël für die fantastischen zwei Wochen und wir hoffen, dass es Euch auf KISU gefallen hat.

Da Worte der tollen Zeit allein nicht gerecht werden können, haben wir uns diesmal für etwas mehr Fotos entschieden. Immerhin haben oft vier Handys gleichzeitig auf den Auslöser gedrückt, was sich in -zig Bildern verewigt hat. Zusammen mit den nun gut trainierten Bauchmuskeln vom vielen Lachen und der nun etwas leberschonenderen Phase, bleiben uns viele wunderbare Momente in Erinnerung.
Merci!

Gaby