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Martinique kam uns bei diesem Besuch etwas teurer als auch schon.
Fast pünktlich (nur eineinhalb Stunden zu spät) traf der Mechaniker auf KISU ein und erkannte sofort, dass unsere Furlexrolle um das Genua auf- beziehungsweise abrollen zu können kaputt sei und er uns umgehend eine Neue montieren müsse. Gesagt – getan: und am Ende des Tages hatten wir eine wieder leicht zu rollende Genua und zweitausend Euro ausgegeben. Da war der nächste Tag bereits zum Schnäppchenpreis zu haben: um das Echolot wieder benützen zu können wurden nur dreihundert Euronen benötigt, aber nun ist auch das Echolot neu. Da fiel das Katzenfutter für die unzähligen Katzen in der Marine echt nicht mehr ins Gewicht und auch die Bordfrau hatte somit eine Beschäftigung 😊

Am Donnerstag 15. November traf Peter mit dem Flugzeug auf Martinique ein. Er wird uns nun für die nächsten drei Wochen durch die kleinen Grenadinen begleiten. Nach zwei Tagen in der Marina in Le Marin verlegten wir uns am Samstag nach Sainte-Anne hinaus. Von hier aus starteten wir dann am Sonntagnachmittag nach Bequia und so kam Peter gleich in den Genuss einer Nachtfahrt. In Bequia blieben wir drei Tage, wovon einer leider ein extremer Regentag war. Dafür konnte Peter hier den ersten, wenn auch kleinen Fisch angeln, welcher eine vorzügliche Vorspeise hergab.

Nun hatten wir tagelang die Wettervorhersagen studiert und befanden: es könnte diesmal vom Wetter her klappen den Tobago Cays Marine Park für zwei Tage doch noch zu besuchen bis die nächste Störung mit hohen Wellen kommen würde. Wir waren in der Vergangenheit schon viermal an den Cays vorbei gesegelt weil das Wetter nicht mitgespielt hat. Also los von der Boje in Bequia und ab in den Süden. Und wir wurden wirklich belohnt – die Cays sind optisch bezaubernd schön und wir trafen hier MARIPOSA und MARELIA zum gemeinsamen Sundowner der bis in die finstere Nacht andauerte. Leider war es uns nicht vergönnt mit den Schildkröten in der Turtel Area zu schwimmen. Irgendwie waren sie an diesem Tag wohl grade auf einen Kurzurlaub anderswo unterwegs ☹ Die Wettervorhersage lag richtig und am zweiten Tag wurden wir bereits so sehr durchgeschüttelt, dass wir uns eiligst in die ein paar Meilen entfernte Chatham Bay auf Union Island verzogen. Dort lagen wir wie schon beim letzten Mal sehr ruhig und der Skipper und Peter machten einige Schnorchelgänge. Sie fanden Fischschwärme mit -zigtausenden Fischchen, begegneten auch Seeschlangen, Kofferfischen sowie schönen Korallen.

Inzwischen sind wir in Mustique gelandet. Der Weg dahin war mit fürchterlichen Wellen bestückt; aber Peter fand es ein echtes Abenteuer wenn KISU in ein Wellental krachte und strahlte dabei auf dem ganzen Weg 😊 Und das Beste überhaupt: mit der Fischerrolle gelang Peter ein Abendessen für die Herren an Bord zu ziehen.
Überhaupt ist die Stimmung an Bord super und da sich der Skipper und Peter bereits seit Jahrzehnten kennen, haben sie auch immer wieder viele Geschichten, um in Erinnerungen zu schwelgen. Dabei schrumpft allerdings auch der Biervorrat. Noël und Kurt, jetzt müsst ihr tapfer sein: Von den ehemals 240 Dosen Carib Bier sind inzwischen nur noch 120 Dosen übrig. So Geschichtenerzählen am Abend gibt halt Durst und eine Woche wird Peter noch hier auf KISU verweilen. Mal schauen, wie viele Dosen für euch dann noch übrig sein werden 😉

Gaby