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So, das war doch mal wieder ein Erlebnis für sich: KISU am Freitag dem 26. September aus dem Wasser kranen, an Land stellen, altes Antifouling am Unterboden anschleifen, Wasserpass neu definieren und dort Epoxy auftragen, über alles den Primer auftragen, dann darüber zweimal neues Antifouling plus ein zusätzlicher Anstrich Antifouling beim neuen Wasserpass und dann am Freitag darauf zurück ins Wasser per Kran. Stellt euch nur mal die viele Arbeit vor, die da auf den Skipper gewartet hat! Doch alles halb so schlimm – wir hatten glücklicherweise genug Geld zurückgelegt damit wir alles von Werftarbeitern bei 35 Grad im Schatten machen lassen konnten 😊 Wir haben sogar darauf verzichtet, während dieser Zeit auf KISU zu leben, da man kein Wasser laufen lassen konnte, weil ja alle Borddurchlässe unten am Schiff herauslaufen. Daher hatten wir ein kleines Appartement gemietet für die Übernachtungen solange KISU an Land stand.
Wer nun denkt, der Skipper hätte somit eine ganz entspannte Woche gehabt, der irrt. Der tägliche Stress begann ja schon damit, jeden Morgen zwischen Acht und Neun auf der Baustelle zu erscheinen 😉 Also vorher Frühstücken und dann mit Garçon 4 KISU von einem Ende der Tyrrell Bay quer durchs Ankerfeld auf die andere Seite brausen um dort festzustellen, dass die Arbeiter scheinbar grad Pause machen da sie vor allem mit ihren Handys beschäftigt waren. Des Skippers Anblick hat jedoch genügt, dass sie die Arbeit jeweils sofort wieder aufgenommen haben. Somit war dem Skipper seine Hauptbeschäftigung vorgegeben: den lieben langen Tag Präsenz markieren, dann wurde auch fleissig gearbeitet. Wie vorher abgemacht, wurden alle Arbeiten innerhalb einer Woche durchgeführt und zwar zu unserer vollen Zufriedenheit. Wir würden KISU jederzeit wieder in der Tyrell Bay Marina an Land stellen und die Arbeiten durchführen lassen.
Und trotzdem waren wir mehr als happy, als KISU am Freitagnachmittag wieder im Wasser schwamm und wir unser Zuhause zurückhatten. Eine Nacht blieben wir noch in der Tyrrell Bay auf Carriacou, dann hiess es nach vier Monaten Grenada ausklarieren.

Auf unserem Weg nach Bequia hielten wir für einen Tag und eine Nacht noch in der Chatham Bay auf Union Island an, um KISU von dem ganzen Staub und Dreck von der vergangenen Werftwoche zu befreien.

In Bequia liessen wir von unserem ‘Sailmaker des Vertrauens’ ein Sonnen-/Regenschutzdach fürs Vordeck nähen. Gegen die Sonne hilfts, gegen den Regen leider noch nicht genügend. Das heisst, wenn der Skipper und die Bordfrau zu tief schlafen kann es passieren, dass wir mit nassen Füssen erwachen weil es durchs geöffnete Fenster reingeregnet hat 😊 Aber wir haben noch ein/zwei Ideen, damit das Vordach doch noch den Regen abhalten könnte.
Ein besonderes Lobster-Dinner gönnten wir uns hier in Bequia auch noch. Alex und seine Frau Becky, Locals von Bequia, kochten und erklärten uns auf KISU wie man Lobster mit Reis und Plantains (Kochbananen in viiiiel Öl gebraten = pro Bissen an die 1000 Kalorien) zubereitet. Es war sehr lecker, vor allem die 100’000 Kalorien 😉

Inzwischen sind wir hier nach einer schaukeligen Nachtfahrt in Le Marin auf Martinique eingetroffen. Wein, Baguette, Brie und Salami bis zum Abwinken! Morgen Montag dem 12. November haben wir mit einem Mechaniker einen Termin wegen unserer nicht mehr einwandfrei funktionierenden Genua-Rollreffanlage. Auch das Echolot will grad nicht mehr ständig die dringend benötigten Tiefenangaben mitteilen. Dann wird es langsam Zeit, unsere Gästekabine auszuräumen damit wir kommenden Donnerstag unseren allerersten Besucher auf KISU begrüssen können. Peter, wir freuen uns auf dich!

Gaby