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Wisst ihr eigentlich wie REICH der Skipper und die Bordfrau sind?
Wir sind zum Beispiel zahlREICH an Lebensjahren und wir haben einen REICHhaltigen Erfahrungsschatz
😉 Wenn ihr zurzeit in der kalten Schweiz sitzt kann ich euch sagen, dass wir hier in Antigua REICHlich mit Sonnenschein und Wärme (bis 33 Grad am Tag und nicht unter 23 in der Nacht) verwöhnt werden. Damit wir mit der KISU hier und jetzt unterwegs sein können, müssen wir natürlich auch ein bisschen REICH sein, sprich wir haben jahrelang gespart um uns dies ‘leisten’ zu können. Diese tolle Reise machen zu können und die REICHweite des Horizontes immer wieder neu zu ersegeln, ist für uns der einzige REICHtum den wir grad brauchen.

Und wenn wir nun hier die REICHen mit viel und sehr viel Geld sehen dann sind wir kaum neidisch auf ihre Motor- oder Segelyachten welche einiges grösser sind als unsere KISU. Meist sind auf diesen vorwiegend 45 – 60 Meter langen Perini Navi-Segelyachten oder der Nummer drei der Welt die ATHENA oder die hier nun von ganz nahe erlebte M5 eh nur Leute darauf die nach ein/zwei Wochen wieder in ihren Alltag zurück dürfen/müssen. Wir hingegen können jeden Tag aufs Neue unsere Samstage/Sonntage (Wochentage gibt es keine mehr) geniessen – Ende nach wie vor offen…

Doch nun ist uns hier in Antigua ACE begegnet. Dieses Schiff sprengt den Rahmen der Vorstellungskraft für die REICHen und noch REICHeren für die Bordfrau und könnte an Dekadenz kaum zu überbieten sein.
Seht selber: ist die ACE nicht eine wunderschöne Motoryacht?

Dieses Design – die Bordfrau ist ganz hin und weg. Trotzdem würde sie KISU nicht gegen ACE tauschen wollen (wahrscheinlich 😉)

Doch nun kommt ja erst der Hammer. Nicht nur die Schönheit der ACE lässt aufblicken. Da gibt es nämlich noch, wie das jede Segel- oder Motoryacht hat, ein Dinghy beziehungsweise bei den grösseren Yachten ein Beiboot, welches dazu gedacht ist, die Gäste/Crew an Land bringen zu können, wenn man vor Anker liegt. Diese Beiboote sind dann auch mal Motorflitzer mit 3x350PS starken Aussenbordern hinten dran die dementsprechend Tempo aber auch Lärm machen können. Aber seit Antigua ist das alles kalter Kaffee!!!!
Kommen wir also zum ‘Beiboot’ der ACE, getauft auf den Namen ‘Garçon 4 ACE’.
Als erstes Attribut würde ich im Gegensatz zur Schönheit der ACE das Wort potthässlich wählen. Dass das ‘Beiboot’ nun fast gleich gross ist wie die ACE mag auf den ersten Blick erstaunen. Wenn man dann aber auf dem Deck erst den Helikopter, dann die vier grossen Motorboote und dazu noch die mindestens vier Jetskis stehen sieht, wird einem schnell klar, es muss ein so grosses Schiff als Beiboot fungieren. Der an Deck vorhandene Kran lädt die Motorboote oder Jetskis gleich selber ab, falls der Eigner oder einer seiner Gäste Lust auf etwas Fun verspüren sollte. Weitere Spielzeuge im Bauch des Schiffes sind Motorräder, Stand Up Paddle, Tauchausrüstungen…

Unglaublich und nur schwer nachvollziehbar ist diese Protzerei für uns, aber seien wir gnädig: jedem Tierchen sein Pläsierchen.

Und so liegen wir schon seit einer Woche hier im Ankerfeld von Falmouth Harbour. Der Skipper hat KISU’s gesamten Unterboden inklusive Ruder und Propeller von Algen, Krebstierchen und Pocken befreit. Er verspricht sich mindestens einen Knoten schnelleres Vorwärtskommen dadurch. Unser zerrissenes Code Zero wurde vom hiesigen Segelmacher zu unserer vollen Zufriedenheit und pünktlich zum vereinbarten Termin repariert. Einige Stunden haben wir auch genüsslich, uns die Mäuler zerreissend über die vorbeifahrenden Superyachten, in unserem schönen Cockpit sitzend verbracht. Den Sandstrand können wir schnorchelnd von KISU aus erreichen und wir sehen immer wieder einige Schildkröten an uns vorbei schwimmen. Ist das Leben nicht herrlich 😊

Gaby