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In Clifton (Union Island) haben wir am 03. Januar kurz vor Mittag noch mehr oder weniger schnell ausklariert und uns dann auf die einstündige Fahrt nach Petit Saint Vincent (PSV) begeben. Da es sich für eine Stunde nicht lohnt die Segel zu setzen (mit 10 Minuten Vorbereiten und am Ende der Fahrt noch mal 20 Minuten bis alle Segel wieder verpackt sind) und schon gar nicht unser Dinghi zusammen zu legen um es dann gleich wieder aufbauen zu müssen (weitere 40 Minuten) machten wir einen auf ‘oberfaul’, schmissen den Motor an und schleppten unser Bananaboot hinter uns her.

Mit der Insel PSV erreichten wir eine weitere jedem karibischen Klischee entsprechende Insel. In türkisem Wasser warfen wir den Anker neben der MIRABELLA in den Sand und beschlossen gleich mit dem Dinghi zur Insel hinüber zu tuckern. Ausser einer teuren Strandbar war dort nichts und der grösste Teil des Strandes war privat. Aber so ein Eiland zu begehen ist trotzdem immer wieder toll und nach der Hektik in Clifton war es einfach wunderbar ruhig. Diesmal durfte auch mal Bäri und Emil mit auf den Landgang und sie haben es sich natürlich nicht nehmen lassen den Strand für ein ausgiebiges Sonnenbad zu nutzen.
Zurück auf KISU genossen wir noch Ankerfeld-Kino vom Feinsten. Wo wir am Nachmittag ‘nur’ etwa zwanzig Schiffe waren, gab es bis zum Abend mindestens dreissig Neuzugänge, darunter auch die 57,5m Segelyacht TWIZZLE, welche im Ranking der grössten Segelyachten den Rang 26 innehat, sowie die 56m Segelyacht SILVANA, mit Rang 36. Sprich: die passende Gesellschaft für KISU 😉

Am nächsten Tag ging die Reise von KISU und MIRABELLA weiter nach Grenada in den Hafen ‘Le Phare Bleu’. Nun muss man wissen: 1 Segelschiff = Segeln   –   2 Segelschiffe = Regatta.
So wurden vor PSV um 06:45 zwei Anker aufgeholt, die Schiffe durch die Riffe hindurch aus der Inselabdeckung hinausmanövriert und gleich darauf nur mit der Genua eine Rauschefahrt aufgenommen. Dass KISU nun eher das Heck der MIRABELLA anschauen konnte sei hier nur am Rande erwähnt. Dass MIRABELLA eine halbe Stunde vor KISU im Hafen lag, halten wir für ein Gerücht und da inzwischen nicht nur VesselFinder seit Teneriffa unsere Position nicht mehr überträgt, sondern nun auch Marine Traffic ab Grenada sich schwer tut uns zu finden, kann momentan nichts bewiesen werden. Aber die X-Yacht MIRABELLA ist definitiv eine Klasse über KISU und wir gratulieren hiermit schriftlich zum Sieg 😊

Das ‘Le Phare Bleu’ ist ein von den Schweizern Jana Caniga und Dieter Burkhalter geführtes Ferienressort mit einer sehr schönen kleinen Marina dazu im Süden von Grenada. Im Hafen liegt ein ehemaliges Feuerschiff (Leuchtturmschiff) welches Jana und Dieter zu einem Restaurant umfunktioniert haben, in dem es abends von Donnerstag bis Samstag Livemusik gibt. Den Skipper sucht man dann jeweils ab 21:00 Uhr vergebens auf KISU, während die Bordfrau gerne auf KISU bleibt da wir nur einen Steinwurf entfernt vom ‘LIGHTSHIP‘ im Hafen liegen.
In der Zwischenzeit haben wir Schweizer fast die Mehrheit im Hafen übernommen – einen Tag nach uns ist auch YUANA direkt neben uns im Hafen eingelaufen und mit der MAGELLAN ist ein weiteres Schweizersegelboot mit Claudia und Tom hier eingetroffen. Die Beiden sind mit ihrem Zürichseeboot Rebell 31 von Cape Verde direkt hierher nach Grenada, und dies unter ziemlich heftigen Bedingungen, über den Atlantik gekommen.
Ansonsten verfliegen hier die Tage wie nichts, sei es nun mit Arbeiten an KISU: es wurden die Leinen des Unterliekstreckers sowie die von Reff 1 ersetzt, wegen Kabelbruch musste mal wieder das grüne Positionslicht und im Cockpit das Kompasslicht repariert werden (für das Kompasslicht durfte der Skipper in die Backskiste kriechen), nur den Ankerkettenzähler konnte er noch nicht wieder zum Leben erweckt werden. Aber der Skipper wird sicher früher oder später auch dafür eine Lösung finden.
Daneben geniessen wir jedoch auch fleissig den Pool den wir ‘Yachties’ mitbenutzen dürfen, oder ein feines Mittagessen im Restaurant ‘The Deck’ oder leckere Sundowner mit der Schweizertruppe.

Gaby