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Alles dreht sich zurzeit um die ToDo Listen. Da gibt es Beschaffungslisten für sämtliche Werkzeuge und Ersatzteile, Kombüse und Lebensmittel, Ausbau des Schiffs, Auftragslisten für die Werft, den Schreiner, den Elektroniker. Nicht zu vergessen die rollende Planung, wann was gekündigt oder aufgegleist werden muss. Sind die Versicherungsfragen geklärt, haben wir die richtigen Bankverbindungen, Kreditkarten. Wer hat jetzt gesagt, dass er die Ständerlampe will. Also eine nächste Liste wer von unserer Wohnung was nimmt. Jetzt gibt es aber die nächste Liste, nämlich eine Aufstellung über alle Listen………

Über Blauwassersegler und -Yachten wurde viel geschrieben, es gibt diverse Fachbücher zur Ausrüstung einer Blauwasseryacht. Das Internet ist fast übersättigt mit Informationen. Was vor 10 Jahren galt, ist heute teilweise überholt. Schlussendlich bleibt die letzte Entscheidung immer bei uns.
Ein wichtiges Thema ist die Sicherheit an Bord. Hier hilft uns unser Wissen zu Risikomanagement. Wir berücksichtigen bei unseren Überlegungen die Auftretenswahrscheinlichkeit. „Eher wird man von einer herabfallenden Kokosnuss getötet, als durch einen Hai-Biss“. Dass ein Segelboot unserer Grösse mit einem Container kollidiert, ist verschwindet klein. Deshalb ein Stahlboot mit allen Nachteilen zu kaufen, erschien uns unnötig. Häufiger ist ein Brand an Bord; eine wirkungsvolle Brandverhütung und -bekämpfung ist uns deshalb wichtig. Von den wichtigen Navigations- und Kommunikationsgeräten haben wir mindestens zwei an Bord. Gewisse Geräte werden im Backofen aufbewahrt, um sie vor Blitzschlag zu schützen.

Unsere Planung wird immer konkreter. Im Februar sind in der Werft die grossen Umbauarbeiten, im April wird der Mast gestellt und KISU eingewassert, Segel montiert und eine Funktionskontrolle an allen elektronischen Spielereien durchgeführt. Im Mai sollte alles laufen und die Windfahnensteuerung montiert sein. Die gilt es jetzt zu justieren und einige Tage mit dem zusätzlichen Gewicht zu segeln. Anfangs Juli endet unser Erwerbsleben, geben wir die Wohnung ab und reisen nach Holland. Nachdem alles an Bord ist, geht’s dann im August über den Ärmelkanal nach Falmouth, über die Biskaya nach A Coruña, weiter nach Lissabon und dann auf Madeira. Im November wollen wir uns in Teneriffa auf die Atlantiküberfahrt nach Barbados vorbereiten.

Markus & Gaby